HINTERE KREUZBANDRUPTUR

Indikation

Eine Ruptur des hinteren Kreuzbandes resultiert häufig aus einer übermäßigen Beugebelastung des Kniegelenkes in Kombination mit einer Drehbelastung des Unterschenkels. Sogenannte „Dashboard“ Verletzungen durch eine maximale hintere Schublade des Unterschenkels gegenüber dem Oberschenkel im Kampfsport, American football oder durch einen Verkehrsunfall, stellen die häufigste Ursache für eine Läsion des hinteren Kreuzbands dar. Die Instabilität des hinteren Kreuzbandes gehört zu den am häufigsten übersehenen Verletzungen im Gelenk.


Klinisches Beschwerdebild

Schmerzen, Schwellung, Bewegungseinschränkung, Versetzung des Unterschenkels nach Hinten (hintere Schublade), Instabilität.

 

Diagnostik 

Nach Ausschluss einer knöchernen Läsion im Nativröntgen sollte eine Magnetresonanztomographie zur Verifizierung des akuten Risses des hinteren Kreuzbandes durchgeführt werden. Eine chronische Insuffizienz des hinteren Kreuzbandes kann lediglich durch hintere gehaltene Aufnahmen des Kniegelenkes im Seitenvergleich nachgewiesen werden.

 

Behandlung

Der Nachweis einer Insuffizienz des hinteren Kreuzbandes bei entsprechender klinischer Relevanz (Instabilität) ist die Domäne der operativen Sanierung. Eine adäquate operative Versorgung des hinteren Kreuzbandes gehört in die Hand des erfahrenen arthroskopischen Chirurgen um gute postoperative Ergebnisse im Intervall zu erzielen.

 

Operationstechnik 

Als Ersatzmaterial wird hier die Semitendinosussehne aus der sogenannten „Pes anserinus“ verwendet, der Eingriff erfolgt rein arthroskopisch.

 

Nachbehandlung 

Die postoperative Behandlung sieht eine Schienenruhigstellung für 6 bis 8 Wochen sowie intensive rehabilitative Maßnahmen vor.