SEITENBANDRUPTUR KNIEGELENK

Indikation

Die Verletzung der Seitenbänder im Kniegelenk resultiert häufig aus einer übermäßigen O- oder X-Beinbelastung in Kombination mit einer Drehbewegung des Unterschenkels. Die Verletzung des Innenbandes wird häufiger beobachtet als die des Außenbandes. Auch hier sind Verletzungen des Meniscus häufig assoziiert.

 

Klinisches Beschwerdebild

Schmerzen, Schwellung, Instabilität im Sinne einer vermehrten Aufklappbarkeit in X- oder O-Belastung, Bewegungseinschränkung.

 

Diagnostik 

Nach Ausschluss einer knöchernen Läsion im Nativröntgen erfolgt der Nachweis in der klinischen Untersuchung und im Anschluss durch eine Magnetresonanztomographie.

 

Behandlung 

Die Verletzung der Bandstrukturen im Kniegelenk wird in unterschiedliche Schweregrade eingeteilt. Die Behandlung des Innenbandes erfolgt in der Regel konservativ, lediglich bei Grad III° Rupturen mit einer kompletten inneren Instabilität erfolgt eine operative Sanierung häufig in Ankertechnik. Die konservative Behandlung erfolgt in einer flexiblen Schiene mit Limitation der Flexion (Beugung) für insgesamt 4 bis 6 Wochen. Die Behandlung des Außenbandes erfolgte im Falle einer kombinierten Verletzung mit einer Ruptur des Musculus popliteus (postero-laterale Instabilität) operativ.