SCHULTERINSTABILITÄT

Indikation

Bei der Schulterinstabilität sollte zwischen einer angeborenen und einer erworbenen Instabilität unterschieden werden. Während die angeborene Instabilität häufig eine multidirektionale Instabilität (in verschiedenen Richtungen instabil) darstellt, entsteht die erworbene Instabilität häufig nach einer Luxation (Verrenkung) des Oberarmkopfes aus dem Gelenk nach vorne und seltener nach hinten.

 

Hierbei kommt es zu einer Verletzung der Gelenkslippe, Gelenkskapsel und den schultergelenksstabilisierenden Bändern.

 

Klinisches Beschwerdebild 

Schmerzen, Schwellung, Bewegungseinschränkung, Instabilitätsgefühl, immerwieder-kehrende Verrenkungen nach Belastung.

 

Diagnostik 

Nach Ausschluß einer knöchernen Läsion im Nativröntgen wird die Diagnose mittels Magnetresonanztomographie (mit Kontrastmittel oder Arthro-MR = Injektion eines Kontrastmittels in das Gelenk) gestellt.

 

Therapie

Die erworbene Schulterinstabilität kann häufig durch eine intensive Physiotherapie zur Stärkung der Gelenkskapsel und der umgebenden Muskulatur erfolgreich behandelt werden. Bei Persistierender Instabilität ist jedoch eine operative Sanierung in arthroskopischer Technik mit Zuhilfenahme von bioresorbierbaren (selbstauflösend) Ankern Zur Refixation der Gelenkslippe und der Gelenkskapsel an den Ursprungsort angezeigt.

 

Nachbehandlung 

Sieht eine Ruhigstellung des Gelenkes in einer speziell angefertigten Schulterschiene für bis zu 6 Wochen postoperativ und anschließende intensive Physiotherapie vor.