ARTHROSE DES OBEREN SPRUNGGELENKES

Indikation

Die Arthrose im oberen Sprunggelenk ist eine Abnützung des Gelenkes mit einem deutlichen Verlust der Knorpeldicke bis zum völligen Verschwinden des schützenden Gelenkknorpels. Weiters kommt es im Rahmen der Arthrose zur Knochenneubildung an den Rändern des Gelenkes ( sog. Osteophyten ), welche eine Bewegungseinschränkung und teilweise extreme Schmerzen verursachen.

 

Diagnostik 

Die präoperative Vorbereitung beinhaltet Röntgenaufnahmen mit Ganzbeinaufnahmen zur genauen Beinachsenbestimmung, eine Computertomographie zur Bestimmung der Knochenqualität sowie eine Gangbildanalyse und klinische Stabilitätsüberprüfung der Bandstrukturen im Gelenk.


Therapie

Während früher als einzige Therapie die sog. Arthrodese ( versteifung ) des oberen Sprunggelenkes relevant war, hat sich in der Zwischenzeit sehr viel in der Entwicklung von Endoprothesen ( oberflächlicher Gelenksersatz ) in diesem biomechanisch sehr komplexen Gelenk getan.


Die in unserer Klinik eingesetzte Endoprothese des oberen Sprunggelenkes hat ein ausgereiftes und patentiertes Design, welches eine sehr gute Beweglichkeit im Gelenk bei gleichzeitig geringem Abrieb, sowie eine sofortige vollbelastende Mobilisierung des betroffenen Beines nach der Operation erlaubt. Das „ HINTEGRA“ Modell besteht aus insgesamt drei Komponenten, ersetzt einerseits die unterschenkelseitige, andererseits die Sprungbeinseitige Gelenksfläche und beinhaltet einen Gleitkern aus Polyethylen ( mobile bearing Inlay ) zwischen den oben genannten Teilen.


Nachbehandlung

Die postoperative Behandlung beinhaltet eine manuelle Lymphdrainage und moderate Krankengymnastik. Ein Unterschenkel-Entlastungsstiefel wird angelegt und muss bis zur sicheren Wundheilung getragen werden. Danach kann zügig zur Vollbelastung übergegangen werden.