SYNDESMOSENRUPTUR

Indikation

Die Syndesmose ist die band- und bindegewebige Verbindung welche den Zusammenhalt zwischen Schienbein und Wadenbein garantiert. Die intakte Syndesmose ist die Voraussetzung für eine dauerhafte Stabilität im Sprunggelenk durch Garantierung der knöchernen Führung im Gelenk. Zu einer Verletzung der Syndesmose kommt es in der Regel durch ein Umknicktrauma mit maximaler Beugung im Sprunggelenk kombiniert mit einer Außenrotation des Vorfußes.

 

Klinisches Beschwerdebild 

Persistierende Schmerzen unter Belastung, insbesondere in der Drehbewegung des Vorfußes, Instabilitätsgefühl

 

Diagnostik

Neben dem Ausschluss einer knöchernen Läsion im Röntgen wird die Breite des Syndesmosenspaltes im Seitenvergleich untersucht. Eine frische Verletzung kann auch mittels Magnetresonanztomographie und Kontrastmittelgabe nachgewiesen werden. Der sichere Beweis wird durch ein sogenanntes Arthro-MR (direkte Kontrastmittelgabe in das Gelenk) erbracht.

 

Behandlung und Operationstechnik

Die Versorgung einer akuten Syndesmosenruptur geht mit einer operativen Therapie mittels Tigh-Rope™ als Ersatz für die ursprünglich verwendete Stellschraube einher. Eine chronische Instabilität der Syndesmose sollte ebenfalls operativ mittels Syndesmosenrekonstruktion und Gelenksstabilisierung ebenfalls durch ein Tigh-Rope™ erfolgen.

 

Nachbehandlung

Sieht eine Schienenversorgung für 6 Wochen mit teilbelastender Mobilisierung und im Intervall eine intensive postoperative Rehabilitation vor.