GANGANALYSE

Klinische Ganganalyse

Der aufrechte Gang ist für den Menschen die natürlichste Art der Fortbewegung. Es benötigt dabei keinerlei technische Hilfsmittel und gleichzeitig wird der Bewegungsapparat in „Schwung“ gehalten.


Dies trifft alles für gesunde Personen zu. In unserer modernen Gesellschaft, in der die mittlere Lebenserwartung kontinuierlich ansteigt, nehmen folglich auch die Beschwerden des Bewegungsapparates im Alter zu.

 

Gerade im klinischen Bereich der Orthopädie ist man täglich mit verschiedenen Krankheitsbildern konfrontiert, welche sich im Gangbild des betroffenen Patienten auswirken können.


Hier setzt die Ganganalyse an. Durch eine systematische Beobachtung des Bewegungsablaufes, mit Hilfe standardisierter Dokumentationsbögen, macht sich der Untersucher zunächst ein grobes Gesamtbild der vorliegenden Gangpathologie. In weiterer Folge kann eine instrumentelle Ganganalyse fortgesetzt werden. Hierbei werden technische Hilfsmittel wie Videokamerasysteme, Druckmessplatten oder auch die Elektromyographie eingesetzt. Anschließend werden die gemessenen Daten aus einem Team von Medizinern, Physiotherapeuten und Labortechnikern ausgewertet und interpretiert.


Die interdisziplinäre Zusammenarbeit soll ein Optimum in der Erkennung von unphysiologischen Gangabweichung und der bestmöglichen Therapie gewährleisten.


Gerade aus therapeutischer Sicht, lassen sich durch die Ganganalyse auch Therapiefortschritte erkennen und deren Effizienz kann hinsichtlich anderer Therapiekonzepte bewertet und verglichen werden.